Freitag, 20. Februar 2015

Meisenknödel im Topf

Meisenknödel im Topf






















Unsere Oma hängt, sobald das Thermometer unter 10 Grad fällt, Meisenknödel für die armen kleinen Piepser in den Garten. Bei dem bisher sehr milden Winter züchtet sie wahrscheinlich eine Schar adipöser Spatzen heran, die im Frühjahr den Insekten nicht mehr hinterherkommt, aber wenn es Oma Freude bereitet, warum nicht. Nur eines geht natürlich gar nicht: Meisenknödel in grünlichen kleinen Plastiknetzen direkt vor meiner Haustür - niemals. Also musste eine Idee zur Meisenknödel-Verschönerung her und das ist das Ergebnis.


Und so wird's gemacht:
Ihr zieht durch das Loch im Boden von innen einen Strick, der dann als Aufhängung dienen kann. Entweder Ihr habt gleich eine Konstruktion mit Haken daran zur Hand oder Ihr nehmt einen einzelnen Haken oder einen aus Draht geformten Haken, den Ihr zwischen Strick und Meisenknödel befestigt. Ein Draht sollte so kräftig sein, dass er den Meisenknödel und einen adipösen Spatz auch tragen kann. Alternativ knüpft Ihr den Knödel direkt an den Strick, der Haken dazwischen erleichtert lediglich das Austauschen der leeren Netze gegen neue fette Knödel.


Der Meisenknödel sollte weit genug aus dem Topf herausschauen, damit die kleinen Piepser auch Halt finden.

Ich habe meinen Topf vorher in Türkis gestrichen (normale Acrylfarbe) mit weißen Klebepunkten beklebt und dann lackiert, damit der Regen ihm nichts anhaben kann.

Übrigens war mein Meisenködel nach der ersten Nacht im Freien verschwunden. Der Topf lag zum Glück noch am Stück auf dem Boden, die Aufhängung habe ich mehrere Meter davon entfernt auf dem Weg in den Park gefunden. Der Meisenknödel samt grünem Netz blieben verschollen. Da es noch etwas zu kalt und zu früh für Waschbären ist, tippe ich auf pfiffige Eichhörnchen. Die Konstruktion sollte also stabil ausfallen, falls Ihr ebnfalls noch andere Besucher als Spatzen habt.